Vorsicht vor »OpenDownload.de«


Ich habe schon mehrfach über derartige Betrugsversuche berichtet, aber als bisherigen Höhepunkt, muss man nun die Internetseite von "Opendownload.de" nennen.

Während sich die meisten Internetnutzer etwas trügerisch beeinflussen lassen, so schützt eine de-Domain nicht vor Betrugsversuchen aus dem eigenen Land. Viele der Surfer werden schon etwas zurückhaltener, wenn sie auf Seiten mit einer .com- oder .net- bzw. .org-Seite weitergeleitet werden.

 

Aber genau auf diese 'Gewohnheitssurfer' hat es die dubiose Firma, mit dem scheinbaren Sitz in Deutschland abgesehen. Im Impressum findet man auch tatsächlich eine deutsche Adresse und eine direkte Firmenanschrift. Allerdings weiß man ja mittlerweile aus fast allen Medien, dass dies nicht zwingend eine Garantie für ein vertrauenswürdiges Unternehmen ist.

Content Services Ltd.
Mundenheimer Straße 70
68219 Mannheim

 

Diese ominöse Briefkasten-Firma lockt Besucher auf die Seite und versendet für angebliche Dienste wie das Anbieten des Downloads von sowieso kostenloser Software wie den Browser Firefox dann im großen Stil Rechnungen.
Die belaufen sich für einen '12-Monats-Zugang' auf 96 Euro, die im voraus zu bezahlen seien.

Diese Abzocke wird dadurch erreicht, dass sich Besucher zum downloaden der Software registrieren müssen. Hinter dieser Registrierung verstecken sich rechtswidrigen Geschäftsbedingungen der 'Content Services Ltd.' und mit nur einem Klick, werden diese vom Besucher akzeptiert.

Die Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz rät unbedingt davon ab, eingehende Rechnungen zu begleichen und sich stattdessen an die Service-Rufnummer der Verbraucherzentrale zu wenden:

Fragen rund um unseriöse Internetangebote beantwortet die Verbraucherzentrale montags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie dienstags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr an ihrem landesweiten Informationstelefon unter der Rufnummer 01805 60 75 60 60 (0,14 Euro pro Minute aus dem Netz der Deutschen Telekom, ggf. abweichende Tarife aus den Mobilfunknetzen und den Netzen anderer Anbieter).

Grundsätzlich ist in solchen Fällen aber folgendes zu beachten:
 

  1. Sofern die registrierte Postadresse nicht Ihre Realadresse ist oder Sie eine "Wegwerf-E-Mail-Adresse" verwendet haben, drohen die Betrüger mit der registrierten IP, unter der das Opfer identifizierbar wäre. Lassen Sie sich durch solcherlei Drohungen nicht einschüchtern, weder Provider noch Justiz helfen einer solchen Firma bei dem aufwändigen Bestreben, den Benutzer einer bestimmten IP zu einem bestimmten Zeitpunkt ausfindig zu machen.
  2. Selbst, wenn Sie sich mit postalisch korrekten Daten registriert haben sollten, bezahlen Sie die Rechnung keinesfalls.
  3. Sollten Sie eine Mahnung von einem Inkasso-Anwalt erhalten, drucken Sie alles aus und erstatten Sie Anzeige, um die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaft zu unterstützen.

Unter der Adresse http://www.verbraucherzentrale-rlp.... können Sie sich einen Musterbrief herunterladen, der als Vorlage dient, um ungerechtfertigte Rechnungen abzuwenden.